Wettbewerb der Kurzvorträge - Die Referenten 2012

Jens-Uwe Walther (Jena) Der Südwesten der USA

Jens-Uwe Walther berichtet von zwei Reisen mit seiner Familie zu den spektakulären Landschaften im Südwesten der USA aus den Jahren 2009 und 10. Er nimmt uns mit durch zahlreiche National- und State Parks in Arizona, Utah, Nevada und New Mexico. Vom Grand Canyon, über den Antelope Canyon, bis zum Goblin Valley, vieles ist dabei!

In seinem Vortrag findet man viele schöne Eindrücke von bekannten Motiven. Durch Offroad-Fahrten sehen wir aber auch schwieriger zugängliche High Lights wie den Spooky Slot Canyon und den Pee-A-Boo Slot Canyon. Das Außergewöhnliche seiner Schau sind aber nicht nur die Bilder oder das gesprochene Wort. Es ist die sehr persönliche Verschmelzung von Bildern mit Musik, denn: Jens Uwe spielt dazu live mit seiner Gitarre.

 

Robert Neu (Düsseldorf) Zentralasien und Seidenstraße

Robert Neu reist seit mehreren Jahren intensiv in der ehemaligen Sowjetunion und war für 16 Monate in Zentralasien. Auf einem großen Roadtrip mit dem Land Cruiser von Deutschland aus besuchte er Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan und fotografierte Menschen, Traditionen und Landschaften.

In seiner Reportage nimmt er uns mit durch die verschiedenen Jahreszeiten in der Steppe, in bizarre Mondlandschaften und endlose Weiten. Wir erleben kirgisische Reiterspiele, die Hochwüste in Tadschikistans Pamirgebirge und die legendären Städte der Seidenstraße. Die Reportage bringt uns die Menschen im Herzen Asiens und ihre Lebensgewohnheiten näher. Außerdem (ver)führt der Vortrag zu grandiosen Landschaften und lädt zum Träumen ein! 

 

Tom Weissenberger (Salzburg) e-motions – hang gliding total

Tom Weissenberger nimmt uns mit auf vier Flugabenteuer, die unterschiedlicher nicht sein können: der gewagte Überflug von Lanzarote nach Fuerteventura, das spielerische Dünenfliegen entlang weißer Sandstrände in Australien, der verwegene Rekordflug von 345 km über die weiten Gletscher des Alpenhauptkamms und den water-swoop über dem Putterersee vor den Toren Aigens. Tom ist österreichischer Nationalteampilot und zählt als Rekordhalter zu den besten Drachenfliegern der Welt. Er zeigt die vielseitigen Fassetten des modernen Drachenflugsports aus direkter Vogelperspektive. Alle diese Extremabenteuer haben eines gemeinsam, den ständigen Bezug zum Element Wasser in seinen verschiedensten Formen; als hochalpines Gletschereis, tiefblaue Meeresdünung oder als spiegelglatte Seefläche. Auch beim Freizeitsport und Mentaltraining benutzt der Pilot die Wasserenergie um einen Ausgleich zum Flugsport zu finden!

 

Karl Lueger (Hartberg) Mongolei hautnah

Dieses zentralasiatisches Land ist eines der ursprünglichsten unserer Erde. Seit Tschingis Khan sind die Mongolen als reitendes Nomadenvolk berühmt, ihre Lebensform ist bis heute die gleiche geblieben! Sie bewohnen Jurten aus Filz, die in kürzester Zeit auf- und abgebaut werden können, wenn die Herde ein neues Weidegebiet braucht. Unterschiedlichste Lebensräume von der bewaldeten Taiga im Norden bis zur Wüste Gobi mit ihren Sanddünen im Süden, von den Bergen des Hoch-Altai bis zu den endlosen Steppen im Osten machen den Reiz dieses endlos weiten Landes aus. Genauso faszinieren die Jahreszeiten mit Temperaturunterschieden von bis zu 100 Grad Celsius zwischen Sommer und Winter. Die Anpassungsformen der Nomaden an die Extreme sind unübertroffen. Rentiernomaden in der Taiga, Adlerjäger im Altai, Kaschmirziegenzüchter in der Gobi und Pferdenomaden in den Steppen.

 

Dieter Lampl (Wien) Der Elefant klaut mir das Frühstück!

Dieter Lampl und seine Lebensgefährtin Julia reisen für ein zweijähriges fotojournalistisches Projekt rund um die Welt. Zwischenstopps bringen sie nach Nord-, Zentral- und Südamerika sowie nach Australien. Als sie in Südafrika ankommen, nimmt die Reise einen ungeplanten Verlauf.

Sie lernen Cyril und Elisabeth kennen, die von Nelson Mandela persönlich inspiriert, mit glühender Begeisterung für eine medizinische Versorgung der armen Bevölkerung kämpfen. Gemeinsam bauen sie ein Arztzentrum inmitten einer der ärmsten Gegenden von Kapstadt auf.

Von nun an lockt nicht nur die große Wildheit Afrikas, sie haben diesen Teil der Welt in ihr Herz geschlossen. Der Kauf eines Land Rovers ermöglicht es ihnen, Afrika fernab der ausgetretenen Pfade zu erkunden und sie tauchen ein in eine Intensität des Reisens, wie man sie wahrscheinlich nur mehr in Afrika finden kann.

 

Robert Klampfer (Stadl an der Mur) Ecuador - Chimborazo, Cotopaxi & Co.

Wenn sich diese drei Steirer auf den Weg zum Bergsteigen in Südamerika machen, ist für Vorbereitung und Organisation nicht viel Zeit eingeplant.

Franzi schreibt an seiner Doktorarbeit bis 4:00 Uhr morgens, Aufbruch zum Flughafen ist um 6:00 Uhr. Robert und Andi sind besser vorbereitet. Sie konnten ihre Verpflichtungen schon am Vorabend beenden. Die Ausrüstung ist in Windeseile gepackt und im Flugzeug wird über konkrete Bergziele und über die Art der Akklimatisation beraten: ein kurzes, sehr kurzes Gespräch, bevor die Müdigkeit alle übermannt…

Die Reise bringt spannende Erlebnisse am Inkatrail zwischen Achupallas und Ingapirca, an den 5000ern Iliniza Norte und Sur, bei der Überschreitung des Cotopaxis und bei der Besteigung des über 6000m hohen Chimborazos.

 

 

Außer Konkurrenz! Andreas Hollinger (Admont) Nationalpark Gesäuse – Wilde Natur im Kletterreich

Heinrich Hess (1857 - 1946) gilt als einer der bedeutendsten Bergsteiger seiner Zeit im Alpenraum. Auch im Gesäuse hinterließ er seine Spuren.

In der Schau wandern Hess, seine Stimme ist vorvertont und Andreas Hollinger, er ist ein profunder Gesäusekenner und Mitarbeiter des Nationalparks Gesäuse durch dieses auch heute noch sehr unzugängliche Gebirgsjuwel.

Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach vergangenen  Abenteuern aber auch auf eine Entdeckungsreise in die Gegenwart. Sie erklimmen den Wasserfallweg und den sagenumwobenen Peternpfad.

Vieles hat sich auch hier verändert: so ist das Gesäuse zum jüngsten Nationalpark Österreichs geworden - gegründet 2002, lange nach dem Tod von Heinrich Hess. Dieser hat somit weder eine Vorstellung von den Aufgaben und Zielen dieses Schutzgebietes, noch eine Ahnung von den Bedürfnissen unserer erholungssuchenden Gesellschaft im 21. Jahrhundert…