Samstag, 12. Mai, 20:30 Uhr

Andreas Hollinger: KARAKORUM– Alleingang zum ich

Unter Expeditionsbergsteigen stellt man sich gemeinhin die Besteigung eines hohen Gipfels in einem abgelegenen Land vor. Meist sind es teure Unternehmungen - hoher technischer Aufwand und Sponsoren sind ihr Markenzeichen.

 

Einen völlig anderen Ansatz verfolgte Andreas Hollinger. Er kaufte um wenige Euro einen alten Pkw und reiste damit solo von Österreich durch den Iran nach Pakistan. Dort suchte er sich einen „sympathischen“ Berg und bestieg den ausgewählten Diranpeak mit 7266 Metern im Alleingang.

Zahlreiche Hürden führen sein Unternehmen mehrmals an den Rand des Scheiterns: Er wird von einer Lawine verschüttet und muss anschließend eine Woche lang den Lawinenkegel nach verschwundenen Ausrüstungsgegenständen umgraben, der Fund eines toten Bergsteigers auf dem Aufstiegsweg belastet seine Psyche schwer und zuletzt wird der weiche Schnee beim Abstieg vom Gipfel zum unkontrollierbaren Spießrutenlauf.

 

Der Rückweg vom Basislager über einen zerklüfteten Gletscher wird zur letzen Bewährungsprobe, bis wieder das sichere Tal und die Zivilisation erreicht sind.

 

Hollingers Bericht erzählt von der Psyche des Alleingängers und von der Strategie des nächsten Schrittes; von Risikoabwägung und vom Warten auf ein Zeichen der Götter…

Humorvoll und durchaus selbstironisch zeigt er seinen persönlichen Weg um Entscheidungen zu treffen. Er geht auf den Unterschied zwischen Bauchgefühl und Intuition ein – Werkzeuge, die auch in unserem täglichen Leben gute Dienste leisten können.

 

Nähere Informationen: www.andreas-hollinger.at